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Die Mitternachtsdämmerung - Weiße Nächte im Norden



Längst nicht allen ist bekannt, dass auch in Deutschland im Sommer die Nächte nicht ganz dunkel sind. Zumindest nördlich von 48,5 Grad Nord. Nördlich davon endet für einige Tage um Mittsommer die astronomische Dämmerung nicht mehr in die dunkle Nacht, die Sonne steht nicht tiefer als 18 Grad unter dem Horizont. In Schleswig-Holstein ist das von Mitte Mai bis Anfang August der Fall, im Juni wird ganz im Norden für kurze Zeit sogar nicht einmal die nautische Dämmerung unterschritten, hier steht die Sonne "nachts" nicht tiefer als 12 Grad unter dem Horizont. Das ist auch der Grund, warum sich in Norddeutschland oft die ganze Nacht hindurch nachtleuchtende Wolken (NLCs) beobachten lassen - theoretisch für bis zu maximal sieben Stunden am Stück. Die längsten Erscheinungen nachtleuchtender Wolken, die ich beobachten konnte, dauerten etwa sechs Stunden.

Doch auch ohne NLCs können die kurzen und hellen Sommernächte ein besonderes Erlebnis sein. Es ist zwar nicht richtig dunkel, aber die Natur kommt dennoch völlig zur Ruhe. Nachtaktive Tiere kommen aus ihren Verstecken und lassen sich ganz anders beobachten. Die Geräuschkulisse ist eine ganz andere wie am Tag. Um das zu verstehen, muss man es wohl einmal erlebt haben.
Hier einige Bilder, die die Mitternachtsdämmerung in Schleswig-Holstein zeigen. Sie sind alle zwischen Ende Mai und Anfang August und wie das obige auch in geringem zeitlichen Abstand (max. 30 Min.) zum nächtlichen Sonnentiefststand herum entstanden. Dieser ereignet sich aufgrund des Längengrads und der Sommerzeit etwa gegen 1:20 Uhr.